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Eisige
Kälte und Angst begleitete die elfjährige Hannelore
im Januar 1945, als sie mit den Großeltern auf einem Pferdefuhrwerk
aus ihrer Heimatstadt Thorn (Weichsel) vor der schnell vorrückenden
Roten Armee flüchten musste. Unterweg sah sie weinende
Mütter mit Kinderwagen, erfrorene Babys, tote Pferde.
Nachdem
der polnische Staatssicherheits-dienst UB die alten Leute und
das Kind aufgriff, wurden sie im Gefängnis von Thorn eingesperrt.
Danach
wurde sie im Zwangsarbeitslager Potulice interniert und von
den Großeltern getrennt; der Großvater wurde ohne
Abschied nach Deutschland transportiert.
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Bei
entwürdigenden Untersuchungen des berüchtigten Lagerarzt
Cedrowski, entstellt und kahlgeschoren, traf sie viele Mitgefangene,
die 4, 13 und 80 Jahre alt waren. Zwei Jahre musste sie dort,
ohne jedes gerichtliche Urteil, unter erbärmlichen Bedingungen
Küchenarbeit verrichten.
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